Vereinsbrief 01/2021

Liebe Mitglieder und Freunde des Kirschfestvereins,

wer hätte sich selbst noch vor einem Jahr, also kurz vor der Anerkennung des Geschehens als Pandemie und vor den ersten Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der SARS-CoV 2-Pandemie, vorstellen können, dass und in welchem Maße uns eine heimtückische Infektionskrankheit in unserem beruflichen und privaten Leben, in all unseren sozialen Beziehungen einschränken kann. Ich selbst habe noch im März 2020 eher über die Bevölkerung asiatischer Staaten gelächelt, die nur mit einer Mund-Nase-Maske auf die Straße gingen. Inzwischen haben wir viel dazugelernt, und wir müssen uns unser soziales Leben zurückerobern, aber stets unter besonderer Abwägung der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken für uns und andere.

Dass unter den im Frühjahr 2020 gegebenen Umständen nicht an eine Durchführung unseres Kirschfestes in gewohnter Form zu denken war, wurde schnell klar. Konzepte für ein alternatives Kirschfest wurden nur sehr sporadisch entwickelt. Immerhin hat z.B. Riccardo mit vielen Musikern einen fünftägigen Live-Stream zur Kirschfestzeit ins Leben gerufen, damit ein wenig Kirschfeststimmung ins Wohnzimmer oder in den Garten geholt werden konnte. Wir sind am Samstagnachmittag in Kostümen durch die Stadt flaniert und haben am Sonntagnachmittag ein kleines „Distanz“-Picknick auf der Waldschlosswiese abgehalten.

Auch unser sonstiges Vereinsleben hat stark unter den Einschränkungen gelitten und ist fast zum Erliegen gekommen. Eine Mitgliederversammlung konnten wir weder – wie ursprünglich vorgesehen – im April noch – wie nach Verlegung beabsichtigt – Ende November 2020 durchführen. Vielleicht sollten wir auch insoweit vorübergehend auf ein digitales Format, z.B. via Zoom, ausweichen? Für unsere Vorstandssitzungen haben wir diese Form des Gedankenaustausches schon genutzt.

Schon im Herbst 2020 war es für uns im Vorstand klar, dass wir für das Kirschfest 2021 einen „Plan B“ und ggf. sogar ein gestaffeltes Konzept – je nach den im Juni 2021 u.U. geltenden Beschränkungen – haben müssen. In der Zeit vom 24. bis 28. Juni 2021 muss in der Stadt auf alle Fälle eine besondere Kirschfeststimmung erzeugt werden und erlebt werden können. Ein zweites, nahezu Kirschfest-freies Jahr sollte es nicht geben.

Am 13. Oktober 2020 haben wir gemeinsam mit dem Sozial- und Kulturausschuss des Naumburger Gemeinderates und der Stadtverwaltung von Naumburg eine Veranstaltung zur Ideensammlung durchgeführt. Sowohl die Zweitberatung als auch der danach beabsichtigte Schritt in die Öffentlichkeit fielen dem zweiten Lockdown zum Opfer. Die Nachfolgeberatung fand erst am 19.01.2021 und in noch kleinerer (statt erweiterter) Runde statt. In der Anlage übermittle ich Euch / Ihnen ein Bild von den bisherigen Überlegungen.

Bitte beteiligt Euch mit Ideen und Anregungen, vielleicht mit eigenen Angeboten, am leichtesten über post@kirschfestverein.de. Besucht auch unsere Internetseite, wir versuchen, diese aktuell zu halten. Für Mitglieder besteht die Möglichkeit, sämtliche Protokolle der Vorstandssitzungen einzusehen. (Wer den Zugang nicht mehr kennt, wendet sich bitte an Kai oder schreibt eine kurze E-Mail, siehe oben).

Konkret möchte ich in diesem Brief drei Projekte ansprechen:

1) Kinderfest in den Kindertagesstätten und Schulen – Wer ist bereit, am Kirschfestfreitag in welcher Einrichtung und mit welcher Aktion etwas Kirschfeststimmung zu verbreiten?

2) Kirschfesterinnerungen – Wer hat Filme, Fotos, kleine Anekdoten von früheren Kirschfesten, die wir entweder für ein Kirschfestheft – digital und als Printmedium – oder für ein Internetangebot nutzen können?

3) Wer hätte Interesse, am Kirschfestsamstag an einem Spaziergang in Kostümen zur sog. „Kostümzeit“ teilzunehmen und wer benötigt dafür ein Kostüm?

Es ist uns allen sicher bewusst, dass sämtliche Vorbereitungen für ein Kirschfest 2021 immer unter dem Vorbehalt des jeweiligen aktuellen Infektionsgeschehens stehen und sich deswegen auch ergeben kann, dass die eine oder andere Idee nicht umsetzbar ist. Lasst uns aber optimistisch sein und (Vor-) Freude schon aus einem kreativen Blick auf unsere Kirschfesttraditionen gewinnen! Schaffen wir uns Gemeinsamkeiten in Gedanken, solange wir uns noch nicht treffen können!

Ich freue mich auf Eure / Ihre Rückmeldungen.

Mit herzlichen Grüßen

Gedanken zum Kirschfest 2021

Gedanken zum Kirschfest 2021

Dem Konzept für ein Kirschfest 2021 liegt zugrunde, dass es ein Kirschfest, wie wir es in den letzten ca. 30 Jahren bis 2019 gefeiert haben, nicht geben können wird. Das Zusammenkommen von Menschenmengen auf engstem Raum, z.B. ein Festplatz mit 15.000 Besuchern in 15 Zelten, ein Umzug mit 32 Bildern und Tausenden Betrachtern auf engen Straßen oder auch ein Hussitenlager unter nahezu mittelalterlichen Hygienebedingungen, wird im Juni 2021 auf alle Fälle nicht zu verantworten und auch nicht erlaubt sein. An oberster Stelle steht für uns alle der Schutz der Gesundheit und des Lebens aller potenziellen Mitwirkenden und Besucher des Kirschfestes. Was zur Eindämmung und Beherrschung der Pandemie erforderlich ist, muss umgesetzt werden. Keiner möchte und keiner darf in diesem Bereich unangemessene Risiken eingehen – und das Kirschfest womöglich für Jahre und Jahrzehnte mit dem Makel einer unverantwortlichen Durchführung belasten!

Ein zweites Jahr Unterbrechung der Kirschfest-Tradition sollten wir uns ebenso nicht leisten. Wir alle sehnen uns nach einer Abwechslung im Alltag. Gerade den Kindern und Jugendlichen sollen unvergessliche Erinnerungen an die Festtradition mitgegeben werden, die sie für immer auch an die Stadt Naumburg binden. Was ist also unter welchen Bedingungen möglich?

Denken wir das Kirschfest 2021 nicht negativ in dem Sinne, was wir vom „normalen“ Kirschfest streichen müssen, sondern positiv in dem Sinne, wie wir die Kirschfesttraditionen mit alten und neuen Ideen zum Leben bewahren und erwecken, wie wir also sprichwörtlich die Asche wieder zum Glühen bringen! Traditionslinien reichen viel weiter zurück als unsere jeweiligen persönlichen Erinnerungen. Um vorzudringen zu dem Kern dessen, was für uns das Kirschfest ausmacht, sollten wir uns vom äußeren Erscheinungsbild der letzten zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre lösen und weiter in die Vergangenheit schauen. Natürlich geht es beim Kirschfest um das große Feiern, das Treffen, Sehen und Gesehen-werden, die Ausgelassenheit und Sorgenfreiheit für einige Tage im Jahr. Aber was macht das Kirschfest besonders. Dabei sollten wir uns nicht nur von unseren persönlichen Vorlieben leiten lassen. Schließlich sollten wir bei allen unseren Überlegungen berücksichtigen, dass das Kirschfest von vielen Mitwirkenden gestaltet wird; es kommt deswegen darauf an, die Rahmenbedingungen für einzelne Aktionen so klar und eindeutig, aber auch so verhältnismäßig wie möglich zu gestalten, um dem privaten Engagement Spielräume zu verschaffen. Bei jeder Festlegung sollten wir auch den Blick der Durchführenden einnehmen – was ist für sie leistbar und zumutbar.

Der Vorstand hat seit September 2020 vor allem folgende Grundsätze und Traditionslinien in der Diskussion mit dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung betont:

  1. Das Kirschfest ist ein Kinderfest. Es war schon ein Fest für Schulkinder, lange bevor es mit der Hussitensage verbunden wurde und es hat durch diese wunderschöne Geschichte einen noch stärkeren Kinderbezug erhalten. Auch die heutigen Kinder sollen diese Erfahrung selbst machen dürfen, am besten natürlich mit generationsübergreifenden, gemeinsamen Erlebnissen (soweit das geht). Der Schwerpunkt der Vorbereitungen wird jedoch sicherlich in dezentralen Aktionen – jeweils in der alltäglichen Umgebung (Kindertagesstätte, Schule, Schulklasse) – liegen müssen.
  2. Jede Einrichtung sollte geschmückt sein! Das machen die Einrichtungen
    ohnehin, das Basteln, Gestalten der Zimmer und Fenster und der Flure
    schafft Vorfreude.
  3. Wenn das Basteln Spaß macht, könnte man auch darüber nachdenken, dass die Einrichtungen den Händlern in der Innenstadt KF-Schmuck zur Verfügung stellen oder leere Schaufenster zur Präsentation Dafür müsste es bei der Stadt einen zentralen Ansprechpartner für die Einrichtungen geben.
  4. Vielleicht können in jeder Einrichtung auch kleine Programme aufgenommen
    und während der KF-Zeit an einer zentralen Zugriffsstelle im Internet ausgestrahlt werden?
  5. Die Stadt wird am Freitag das KF-Frühstück für die Kinder in KiTa´s und Grundschulen sicherstellen, d.h. dass zentral KF-Zöpfchen bestellt und
    (wohl vom Bauhof) verteilt werden. In den Einrichtungen sollte dazu aufge-
    rufen werden, dass die Eltern, aber ggf. auch „auswärtige“ Unterstützer
    Kirschen mitbringen – das ist immer noch ein besonderes Obst.
  6. Am Freitag sollte in den Einrichtungen KF-Typisches veranstaltet werden.
    Natürlich wird das KF-Lied gesungen, ggf. die o.g. Streaming-Angebote
    genutzt werden. Schön wäre es, wenn in den Einrichtungen (wenige)
    Besucher vorbeischauen könnten, z.B. der Prokop oder ein paar Hussiten
    oder wenige kostümierte Besucher mit einer kleinen Aktion oder Teile der Stadtwache?
    Vielleicht kann man in jede Einrichtung ein kleines Team zum Kirschkern-Weitspucken o. für andere Wettbewerbe (neudeutsch: Challenges) senden?
  7. Alljährlich ist eine Grundschule verantwortlich für das Bild der Kirschfestsage im Umzug. Einen Umzug wird es nicht geben. Aber vielleicht ist es möglich, dass die Grundschule die KF-Szene auf dem Marktplatz aufführt – mit entsprechenden Absperrungen und Abtrennungen für eine kleine Anzahl an Zuschauern? Dann sollten vielleicht auch nicht die „schnellsten“, sondern vor allem deren Eltern und die Senioren Plätze auf dem Markt bekommen! Vielleicht kann man die Marktszene zugleich filmen und im Internet zum Live-Stream anbieten?
  8. Das Kirschfest wird seit mehr als 250 Jahren auf die Sage von der Belagerung
    der Stadt Naumburg durch die Hussiten im Jahre 1432 und auf deren wunderbare
    Rettung zurückgeführt. Das ist nicht nur eine schöne Geschichte, sondern verkörpert eine (wenn auch nur erfundene) sehr humanistische Tradition. Zudem sollte die Stadt Naumburg 2021 die Gastgeberin der Vereinigung der Städte mit hussitischer Tradition sein. Was geht?
  9. Wir wissen aus Umfragen und aus eigenem Erleben, dass für viele das Hussitenlager mit seinem mittelalterlichen Leben, seinen besonderen Verkaufsständen und seinen speziellen Programmen mit Kleinkunst jeglicher Art eine hohe Anziehungskraft besitzt. Man muss wohl anerkennen, dass Mittelalter-Gefühl und AHA-Regeln nicht zusammenpassen. Sollte es dennoch weitläufige Stände entlang der Stadtmauer geben und kann man dann dort Menschenansammlungen mit einem vertretbaren Aufwand vermeiden (Zugangskontrolle, Einbahn-Wege)?
  10. Vielleicht sollte die Gelegenheit genutzt werden, etwas Wissen zu verbreiten? Welche sind die Städte mit hussitischer Tradition und worin besteht deren Tradition? Wie und wann feiern sie typischerweise ihr Hussitenfest? Die Stadtverwaltung sollte in ihrer diesjährigen Funktion die Städte jeweils auffordern, einen Videobeitrag über sich selbst zu produzieren und zur Verfügung zu stellen. Man könnte die Filme von der Homepage der Stadt und unseres Vereins aus verlinken, ggf. parallel eine Artikelserie in einer Zeitung verbreiten. Gleiches wäre für einige Symbole der hussitischen Bewegung möglich! U.U. könnten sich auch Vereine vorstellen, die solche Traditionen pflegen – Hussiten, Civitas etc..
  11. Das Kirschfest ist seit ca. 200 Jahren ein Fest nicht nur der Familien, sondern auch der Vereine und der gesellschaftlichen Gruppen. Besonderen Ausdruck hat dies stets auf dem Festplatz gefunden. Das Kirschfest ist nicht nur eine Bühne für die Vereine, um sich vorzustellen, sondern auch fester Bestandteil des Vereinslebens. Was können wir statt der traditionellen Vogelwiese anbieten?
  12. Auf dem Festplatz könnte – unter schmerzlichem Verzicht auf die sonst
    übliche Vielfalt – eine zentrale Bühne aufgebaut werden, die ggf. tag- oder stundenweise von einzelnen Vereinen mit deren jeweiligen Programmen versorgt wird. Vor der Bühne müsste es sicher Absperrungen geben – je nach aktueller Infektionslage. Die zentrale Programmgestaltung reduziert zugleich die Kosten für die Vereine, sich zu präsentieren.
  13. Wir sollten am anderen Ende des Platzes auch den Schaustellern Gelegenheit zur Präsentation bieten. Auch in diesem Gewerbe sind Hygienekonzepte entwickelt worden und vorhanden.
  14. In der Mitte zwischen beiden Polen sollten Standplätze für Vereine geschaffen werden – wohl nicht mit Zelten, sondern als Freiluft-Gastronomie, wohl mit viel weniger und lockerer aufgestellten Sitzmöglichkeiten.
  15. Für die Vereine, die keinen Platz auf der Vogelwiese bekommen können (oder sich selbst für diese Variante entscheiden), sollten weitere Standplätze im Stadtgebiet ausgewiesen werden. Denkbar ist die Nutzung des Domplatzes, des Topfmarktes, des Holzmarktes, des Marienplatzes, des Reußenplatzes oder des Curt-Becker-Platzes.
  16. Da die Wege zwischen den Plätzen länger werden, könnte – auch je nach Infektionslage – über Straßenmusik nachgedacht werden. Auftrittshungrige
    Musiker dürfte es vielleicht genügend geben? Vielleicht muss es in besonderen Zeiten keine Bühne sein, sondern die klassische Straßenmusik?
  17. Ein Höhepunkt eines jeden Kirschfestes ist der Festumzug. Es geht um das neugierige Sehen und das Gesehen-werden, um die Gelegenheit, in schöne Kostüme zu schlüpfen und andere Zeiten wiederauferstehen zu lassen. Allein die Abstandsregeln führen jedoch dazu, dass die meisten Bild-Ideen nicht mehr umsetzbar sind, vom Zuschauergedränge ganz zu schweigen.
  18. In Anlehnung an das vorige Jahr könnte man am Samstagnachmittag – vielleicht in einem Zeitfenster von 14 bis 18 Uhr – eine „Kostümzeit“ ausrufen, in der sich alle, die Spaß daran haben, verkleiden und so durch Naumburg flanieren können.
  19. Ein Spaziergang in festen Bildern verbietet sich wahrscheinlich, weil zu viele Personen aus zu vielen Haushalten zusammenkommen. Eventuell sind auch feste Laufwege und ein zeitlich gestaffeltes Loslaufen vorzugeben, um z.B. ein Auflaufen auf dem Marktplatz zu vermeiden.
  20. Weitere Veranstaltungsfelder:
  21. Was kann zur Eröffnung des Kirschfestes – mit einem dann neu gewählten Stadtoberhaupt – gemacht werden?
  22. Peter-Pauls-Messe: Nach den Erfahrungen des Töpfermarktes 2020 ist eine weitläufigere Aufstellung der Stände auf dem gesamten Lindenring gut denkbar und umsetzbar.
  23. In den bisherigen Beratungen ist bereits ein Konsens erzielt worden, dass es Holzkirschen für das Jahr 2021 geben soll. Vielleicht sollte die Form geändert werden, weil das Kirschfest auch ein anderes Gesicht hat (zweidimensionale oder nur halbe Kirschen? – Gibt es nicht auch einen angebissenen Apfel als Symbol?). Den Verkauf von 3.000 Kirschen halten wir für realistisch.
  24. Der Kirschfestverein hat mit der Agentur Paul Krümmling einen neuen Partner für die Gestaltung einer Kirschfest-Publikation Auch wenn weniger Programmpunkte zu verkünden sind, soll ein „Heft“ erscheinen, in zeitgemäßer Art sowohl in gedruckter Form als auch digital. Vielleicht ersetzen wir die Darstellung der Reihenfolge der Umzugsbilder durch die detailliertere Vorstellung einzelner Umzugsbilder (Konzeptidee, Akteure, besondere „Hingucker“), jeweils mit Bildmaterial? Vielleicht veröffentlichen wir an dieser Stelle historische Programme und Artikel aus alten Kirschfestführern?
  25. Auf alle Fälle muss natürlich die Stadt geschmückt Das ist nicht nur, aber auch eine Sache jedes Einzelnen – Geschäfte, Wohnhäuser, Fenster der Wohnungen. Die Stadtverwaltung hat bereits angekündigt, auch zu investieren in neue
    Schmuckelemente im Stadtgebiet, z.B. Planen zum Überspannen der Fußgängerzonen mit KF-Motiven. Vielleicht lässt sich die Idee der „Straßengalerie“ in der Herren- oder der Jakobsstraße umsetzen, also ein Aufruf zur kunstvollen Bemalung von
    Steinen o.ä. Naturmaterialien, die vor den Schaufenstern oder zwischen den
    Geschäften ausgelegt werden können und zum Entlang-Spazieren einladen, z.B. am Sonntagnachmittag.

Auch wenn hier auf mehreren Seiten schon einige Ideen zusammengetragen sind, erhebt die Aufstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jede Idee ist willkommen und auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.

Andererseits drückt inzwischen die Zeit auch schon, es geht also parallel auch um die konkrete Durchführung einzelner Aktionen. Das Kirschfest ist, wie ich gern betone, ein von der Mitwirkung vieler Menschen lebendes Fest. Es geht deswegen nicht nur um Ideen, sondern auch darum, dass jeder in sich geht und konkret sagt: Das kann und möchte ich zu einem Kirschfest 2021 beitragen! Dafür gibt es eine E-Mail-Adresse: post@kirschfestverein.de!

Anregungen, Anmerkungen, andere Ideen … sind herzlich willkommen. Hierfür gibt es die Möglichkeit per E-Mail an post@kirschfestverein.de oder auf allen anderen Kanälen zum Vereinsvorstand.

Lasst uns optimistisch sein!

Mit Hoffnung auf eine schöne Kirschfestzeit trotz aller Widrigkeiten

Jörg Wiedemann.

Pressemitteilung

Der Termin des Hussiten-Kirschfests rückt näher und damit wächst die bange Erwartung, ob und wie Naumburgs „fünfte Jahreszeit“ in diesem Jahr gefeiert werden kann. Dazu hat es nun eine Beratung der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und des Kirschfestvereins gegeben. Ziel ist es, da sind sich alle einig, für das Kirschfest eine Form bzw. Formen zu finden, die mit den Vorgaben zur Pandemie-Bekämpfung in Einklang stehen.

Schon jetzt steht fest, dass das Kirschfest in dem Format, wie man es bis zum Jahr 2019 gefeiert hatte, auf Grund der Pandemie nicht stattfinden kann. Zwar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen, welche Einschränkungen im Juni gelten werden, allerdings kann bereits ausgeschlossen werden, dass die Menschenansammlungen und das gemeinsame Feiern auf engem Raum, die charakteristisch für Volksfeste sind, möglich sein werden. Geprüft werden aktuell verschiedene Varianten, entsprechende Konzepte befinden sich in der Erarbeitung.

Der Kirschfestverein und die Stadtverwaltung bitten nun alle Naumburgerinnen und Naumburger um ihre Unterstützung. Wie könnten „corona-konforme“ Angebote für das Hussiten-Kirschfest aussehen? Vielleicht gibt es auch Ideen, die schon früher entwickelt wurden und jetzt einmal ausprobiert werden könnten?  Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ansprechpartnerin rund um das Hussiten-Kirschfest bei der Naumburger Stadtverwaltung ist Yvonne Roth, die unter 03445 / 273 432 oder unter yvonne.roth@naumburg-stadt.de erreichbar ist.

Ausblick auf das Kirschfest 2021

 

Das Kirschfest 2020 ist leider ausgefallen. Der Verein hat sich bemüht, im Rahmen der vorgegebenen Einschränkungen wenigstens eine Andeutung von Kirschfest durch eigene Aktivitäten am Samstag und Sonntag zu schaffen. Dank Riccardo hat es zudem an allen fünf Kirschfesttagen einen Live-Stream im Internet gegeben. Für das Jahr 2021 wollen wir besser vorbereitet sein. Deswegen sammeln wir Ideen, welche Aktivitäten wir trotz der möglicherweise auch im Juni noch bestehenden Beschränkungen wir entfalten können, um unser Kirschfest zu feiern. Nach Beratungen im Vorstand haben wir Mitte Oktober auch eine gemeinsame Beratung mit Stadträten (Mitgliedern des Sozial- und Kulturausschusses) und der Stadtverwaltung durchgeführt. Über Einzelheiten werde ich demnächst in einem Vereinsbrief berichten. Für jegliche Ideen und Anregungen sind wir dankbar, also nutzt bitte unsere E-Mail-Anschrift! Unter die letzte Nachricht kannst Du bitte meinen Namen setzen.

Jörg Wiedemann

Jahresmitgliederversammlung 2020

 

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen ist die Mitgliederversammlung weder an dem für Mitte April 2020 als auch an dem für Ende November 2020 vorgesehenen Termin nicht durchführbar gewesen. Wir werden die Jahresmitgliederversammlung nachholen, sobald das möglich ist.

Jörg Wiedemann

 

Kirschfest 2020

Liebe Vereinsmitglieder,

liebe Freunde des Naumburger Kirschfestes,

 

die Corona-Pandemie greift in einer von keinem je erwarteten Intensität in unser gesamtes Leben ein! Täglich hören wir neue Nachrichten, die uns den Ernst der Lage vor Augen führen. Davon beibt auch unser geliebtes Naumburger Kirschfest nicht verschont. Es ist ganz klar und hängt nicht nur von staatlichen Anordnungen ab: Wenn sich die Ansteckungsexplosion nicht beenden lässt, kann auch unser Fest nicht stattfinden. Denn es lebt vom gemeinsamen Gestalten, von den bewusst gesuchten oder sich zufällig ergebenden sozialen Kontakten und vom Erlebnis des unbeschwerten Feierns der gesamten Stadt und ihrer Gäste.

 

Die Stadt Naumburg als Veranstalter des Festes hat in enger Abstimmung mit vielen Mitwirkenden und – stellvertretend für diese – mit dem Kirschfestverein gleichwohl beschlossen, so lange wie möglich mit einer endgültigen Entscheidung über eine mögliche Absage zu warten. Uns alle trägt eine – natürlich schwache – Hoffnung, dass sich die Situation in zwei Monaten vielleicht doch erheblich entspannt haben wird. Alle Vorbereitungen, die keine Kosten verursachen oder nur in Aufwendungen bestehen, die selbst im Falle einer Absage im nächsten Jahr noch nutzbar wären, werden fortgeführt. Die beste Vorbereitung heute ist, alles zu tun, dass sich die Krankheit so wenig wie möglich ausbreiten kann.

 

Ich kann mir derzeit ein Kirschfest im Live-Chat oder im Stream nicht vorstellen. Aber vielleicht haben Sie, habt Ihr Ideen, wie man den Kirschfestgedanken und ein wenig Lebensfreude im Falle einer Absage gleichwohl unter „das Volk“ bringen kann. Eventuell bereitet uns das Nachdenken darüber bereits die Vorfreude, die wir sonst im Vorfeld des Kirschfestes spüren. Wir freuen uns jedenfalls auf jeden Vorschlag und jede Anregung!

 

Ganz herzliche Grüße und bleiben Sie, bleibt Ihr bitte gesund!

 

Jörg Wiedemann.

Der Vorstand

In der Mitgliederversammlung am 21.03.2018 wurde unser Vorstand gewählt: